| Autor |
Nachricht |
Hanni
Teamdog

Beiträge: 128
|
  Verfasst am:
01.12.09 - 20:53 |
|
|
Ich bin ja quasie ein Aussenstehender, weil ich mich mit dem Renngeschehen nicht wirklich auskenne, sondern nur darüber lese.
Aber verstehen kann ich den Inhalt der Diskussion nicht immer.
Wenn ich ein Reitturnier bestreite z.B. ein Springen, dann gewinnt das Pferd das am schnellsten und fehlerfrei war.
Die Turnierprüfungen und Anforderungen sind durch Klassen regelementiert.
Diese Klassen regeln u.a. das Alter der Pferde und den Leistungsstand jeweiligen Teilnehmer.
Das sorgt für "gute" Bilder und ein faires Starterfeld.
Damit eben nicht eine Anfängerin gegen Ludgar Beerbaum reitet.
Und dann geht es doch letztenendes auch darum wie gut die Pferde oder hier Hunde trainiert werden (können).
Ich finde es sollte vielleicht über "Leistungsklassen" diskutiert werden, als nur über die Frage nach der Rasse oder der Herkunft.
Und je nach Leistungsklasse werden dann die Anforderungen gestellt oder eben auch Hilfsmethoden zugelassen ( Schrittmacher )
Und dann dürften Musher mit Leistungsklasse xy eben auch nicht in niedrigeren Leistungsklassen starten.
Und die Frage nach einer Qualifikation zu DMs etc würde auch entfallen, weil dann dort eben nur mit , z.B den beiden höchsten LK gestartet werden dürfte.
Und weil ich gerade so gedanklich in Fahrt bin ,
könnte dann z.B. die erste "unterste" LK durch das Absolvieren eines BMS erhalten werden können.
Bei den "Pferde"-Fahrern läuft das genauso, und dort gibt es ja auch die Vielzahl der Gespanngrößen und Disziplinen. |
_________________ V.G. "Hanni" |
|
|
| Autor |
Nachricht |
R.R
Leader

Beiträge: 874
|
  Verfasst am:
01.12.09 - 21:17 |
|
|
Ach hanni, wenn das so einfach wäre.
Du hast es mit Vereine und Verbände mit den unterschiedlichsten Zielsetzungenzu tun, hinzu kommen die viele, viele Interessengruppen.
Dann noch die Fanatiker, Dummköpfe, Selbstdarsteller, Neider, Träumer, Besserwisser, Motzer, Egoisten und was weiß ich noch alles.
Und wenn du die alle in einem großen Topf steckst und lange und kräftig rührst,
dann bekommst du raus, was man Schlittenhundesport nennt.
Gott behalte dir deinen Optimismus.
Gruß R.R |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Hanni
Teamdog

Beiträge: 128
|
  Verfasst am:
01.12.09 - 23:42 |
|
|
| R.R hat folgendes geschrieben:: |
Ach hanni, wenn das so einfach wäre.
Du hast es mit Vereine und Verbände mit den unterschiedlichsten Zielsetzungenzu tun, hinzu kommen die viele, viele Interessengruppen.
Dann noch die Fanatiker, Dummköpfe, Selbstdarsteller, Neider, Träumer, Besserwisser, Motzer, Egoisten und was weiß ich noch alles.
Und wenn du die alle in einem großen Topf steckst und lange und kräftig rührst,
dann bekommst du raus, was man Schlittenhundesport nennt.
Gott behalte dir deinen Optimismus.
Gruß R.R |
Dann scheint das Kind ja nicht nur in den Brunnen gefallen zu sein, sondern es ist auch schon darin ertrunken
Schade ....
Und eigentlich könnte es so einfach sein...
Danke für die Antwort Rudi! |
_________________ V.G. "Hanni" |
|
|
| Autor |
Nachricht |
Pueppy
Junghund

Beiträge: 35
|
  Verfasst am:
02.12.09 - 03:06 |
|
|
| R.R hat folgendes geschrieben:: |
Ach hanni, wenn das so einfach wäre.
Du hast es mit Vereine und Verbände mit den unterschiedlichsten Zielsetzungenzu tun, hinzu kommen die viele, viele Interessengruppen. |
Die hast Du im Reitsport ebenfalls und trotzdem funktioniert das.
| Zitat: |
Dann noch die Fanatiker, Dummköpfe, Selbstdarsteller, Neider, Träumer, Besserwisser, Motzer, Egoisten und was weiß ich noch alles.
|
Was glaubst Du was sich auf ländlichen Reitturnieren tummelt???
Ich denke mal, daß man über eine Einteilung in LK´s einfach noch nie nachgedacht hat.
Jemand der Einfluß und Ahnung hat könnte in diese Richtung doch einfach mal Denkanstöße geben  |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Jet
Teamdog

Beiträge: 122
|
  Verfasst am:
02.12.09 - 08:55 |
|
|
Willst du auf einem Rennen mit 30-40 Startern und 6 Rennklassen, geteilt nach reinrassig und offen dann auch noch in Leistungsklassen teilen?
Wir sind eine Randsportart mit wenigen Sportlern. Es ist schon schwierig für die grossen Meisterschaften eine Qualifikation ausfahren zu lassen - mangels Teilnehmern, wie soll das auf kleinen Landrennen gehen?
Man muss sich einfach mit den tatsächlichen Begebenheiten arrangieren und nicht ständig nach anderen Sportarten schielen. |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Leo
Wheel Dog


Beiträge: 85
|
  Verfasst am:
02.12.09 - 12:05 |
|
|
Hallo Jet,
da muss ich leider in die selbe Kerbe haun.
Hanni - wie viel Reitsportler gibt es denn? Und wie viele Schlittenhundesportler?
Es gibt aber auch viele Insider die dann mit sehr futuristischen Ideen kommen, angefangen von der Medienwelt bis zur Zeitnahme bis zu den Klasseneinteilungen eben.
Wir versuchen seit Jahren die Klassenzahl zu reduzieren damit nicht jeder Teilnehmer gleich einen Pokal bekommt.
Und dann noch mit Leistungsklassen anfangen?
Wieviel wuerden denn in der Ludger Beerbaum-Klasse starten? Auf Anhieb komm ich nicht mal auf zehn.
Und sehr viele deutsche "Profis" sind fast die komplette Saison in Skandinavien - die starten auf deutschen Leistungs-klasse Rennen gar nicht.
Weiter gehts mit den Dachverbaenden - wir deutschen sind schon komisch, weil wir als einzige dieses BM-Seminare haben. Wie will man die Leistungsklassen denn in die Rennregeln integrieren, wenn sich die an die RR der Dachverbaende halten?
Ich sehe das nicht ganz so wie RR. Hier sind nicht die unterschiedlichen "Individuen" Schuld, sondern das System - doch das wird gebraucht, sonst funktioniert naemlich gar nix mehr. |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Jet
Teamdog

Beiträge: 122
|
  Verfasst am:
02.12.09 - 13:49 |
|
|
Das Problem wie ich es sehe, besteht darin, dass auch dem letzten Rennleiter aufgefallen ist, dass auf den Rennen nicht wie in den 90er Jahren 100 bis 150 Starter üblich sind, sondern noch 30-50.
Es ist einfach nicht mehr so, dass ein Musher jedes Rennen egal wo es ist und wie es ausgerichtet wird, mitnimmt.
Jetzt wird natürlich gefragt, warum das so ist. Anstatt das naheliegenste Argument zu nehmen, Schlittenhundesport ist teuer, der Hype ist vorbei, wir haben Wirtschaftskrise, der Sport befindet sich in einem Schrumpfungsprozess, wird fieberhaft nach den "richtigen" Gründen gesucht.
Als da wären, dass die Rennen schlecht ausgerichtet werden, dass Sponsoren fehlen, die nur kommen, wenn die grossen Namen antreten, die grossen Namen treten nur an, wenn Startgeld gezahlt wird; dann wird es auf die vielen Klassen geschoben, auf den Verband, den Verein, die Bedingungen vor Ort, den wenig zentralen, den zu zentralen Austragungsort etc.
Als der Sport boomte, wars egal, jetzt muss man halt schauen. Weniger kann doch auch mehr sein. Es gibt Rennen, die haben noch ihre ordentlichen Starterzahlen und um es mit Darwin zu sagen, es gilt hier auch survival of the fittest.
Es hilft nichts zu jammern, dass Traditionsrennen nicht mehr stattfinden. Man muss mal fragen wie hoch der Eigenanteil der Verantwortlichen wie auch der Sportler daran ist.
Ich sehe dass es gerade die nach vorne drängt, denen man besser einen Platz in der letzten Reihe zuweisen sollte, weil sie den Schlittenhundesport in nicht gerade förderlicher Weise repräsentieren.
Es kann nicht sein, dass Trainingslager oder Rennen nicht mehr stattfinden können, weil sich Teilnehmer nicht an einfachste Spielregeln des Zusammenlebens halten wollen.
Man könnte über Leistungsklassen nachdenken, wenn wir über grosse Starterzahlen reden würden. Aber schau dir mal an, wie viele grosse Gespanne es auf einem Rennen gibt und dann stell dir vor, du musst die 5-6 Gespanne auch noch in 3 Leistungsklassen starten lassen.
Das führt den Begriff Leistungsklasse schon ad absurdum. |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Hanni
Teamdog

Beiträge: 128
|
  Verfasst am:
03.12.09 - 00:37 |
|
|
Hi Ihr...
Ohne jetzt wirklich jedes Wort gelesen zu haben,
frage ich mich als erstes:
Warum ist der Zughundesport ein Randgruppensport???
( Die ein oder andere Antwort darauf hätte ich )
Als zweites:
Wenn der Pferdeport wirklich so viel "angesagter" wäre, warum gibt es auch dafür kaum Sponsoren und Presseberichte?
Gerade bei den Pferdegespannfahrern!
Also so ganz stimmig ist das nicht
Nur in den USA ist das mit dem Pferdesport anders, dort winken riesen Geldgewinne für die NR. 1 der Futurity
Natürlich ließe sich das durchsetzen mit LK´s,...
Aber es waren ja auch nur "Gedanken" eines Aussenstehenden....
Und der Blick über den "Tellerrand", ist ja auch oft nicht verkehrt  |
_________________ V.G. "Hanni" |
|
|
| Autor |
Nachricht |
Jet
Teamdog

Beiträge: 122
|
  Verfasst am:
03.12.09 - 08:02 |
|
|
| Hanni hat folgendes geschrieben:: |
Warum ist der Zughundesport ein Randgruppensport???
( Die ein oder andere Antwort darauf hätte ich )
Als zweites:
Wenn der Pferdeport wirklich so viel "angesagter" wäre, warum gibt es auch dafür kaum Sponsoren und Presseberichte?
Gerade bei den Pferdegespannfahrern! |
| Zitat: |
| Randsportarten sind Sportarten, die nur am Rande von den Massenmedien wahrgenommen werden. |
| Zitat: |
Definitionen des Breitensports:
* Sport, der in der Breite der Bevölkerung, also von verschiedenen Altersgruppen beider Geschlechter betrieben wird. Synonyme sind Volkssport und Massensport.
* Der gesamte Sportbereich, der generell nicht professionell betrieben wird, also auch Rand- und Extremsport. Synonym ist Amateursport.
|
Ich würde noch über die Anzahl der Sporttreibenden gehen. Es gibt etwa 1,7 Mio Reiter in Deutschland. Meinst du es gibt auch nur annähernd so viele Musher?
| Hanni hat folgendes geschrieben:: |
Also so ganz stimmig ist das nicht
Nur in den USA ist das mit dem Pferdesport anders, dort winken riesen Geldgewinne für die NR. 1 der Futurity
Natürlich ließe sich das durchsetzen mit LK´s,...
Aber es waren ja auch nur "Gedanken" eines Aussenstehenden....
Und der Blick über den "Tellerrand", ist ja auch oft nicht verkehrt  |
Ob sich das durchsetzen lässt, ist nicht die Frage. Die Frage ist, ist es sinnvoll. Schau dir mal die Starterlisten an.
In den USA winken übrigens auch den Gewinnern der grossen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlittenhunderennen" title="Wiki Schlittenhunderennen" class="extern"><i>Schlittenhunderennen</i></a> entsprechende Geldgewinne. |
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Leo
Wheel Dog


Beiträge: 85
|
  Verfasst am:
03.12.09 - 16:15 |
|
|
| Zitat: |
| Natürlich ließe sich das durchsetzen mit LK´s,... |
Hanni,
ich denke Jet und ich haben doch einige Argumente gebracht, warum es sich eben nicht durchsetzen laesst. Oder anders: warum es Quatsch waere, das durchsetzen zu wollen.
Es ist einfach Fakt, dass es extrem wenig Musher im Gegensatz zu anderen Hundesportlern gibt. Deswegen boomt ja im Moment die Canicross-Ecke. Weil man fast ueberall trainieren kann, im Gegensatz zu einem Gespann. Weil man weniger Hunde braucht. Weil man weniger Geld braucht. Weil dafuer Rennen einfacher zu organisieren sind. Etc.
Willst du Leistungsklassen haben, musst du zur IFSS/WSA/FISTC gehen und dort eine Rennregelaenderung versuchen.
Aber wie gesagt: Leistungsklassen machen keinen Sinn, weil zu wenig Starter. Ist so. Noch dazu steht da wieder ein buerokratischer Aufwand dahinter. Es muessen Regularien geschaffen und dann auch befolgt werden. Es muss ein System geschaffen werden, wo die Musher Punkte o. aehnliches mitfuehren damit sie aufsteigen koennen, usw
Und das alles fuer 50-80 Starter?! In sowieso bereits 16 Kategorien? Hanni, es ist nicht machbar. |
|
|
|
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005 phpBB Group
|