Von Ruben Salomon, Gewinner der Bronzemedallie in der Junioren Klasse, bei der EM in Schweden.
Hallo an alle Musher und Freunde des Schlittenhundesports. Hier kommt nun auch mein Bericht über die EM in Skellefteå.
Die Hinfahrt gestaltete sich für uns bis Umeå eher verregnet und neblig. Da mein Bruder auch noch mit im Transporter steckte, war es dann wenigstens durch seine Scherze doch gar nicht so langweilig.
Kurz nach Umeå haben wir dann schon den ersten Laster im Straßengraben gefunden und ab da waren wir dann leider nicht mit Schlittschuhen unter den Reifen unterwegs. Als wir den abgedrifteten Wohnwagen eingefangen hatten, wofür wir die ganze Straße beanspruchten, war ich auch wieder endgültig wach! Zum Glück war dort gerade kein Gegenverkehr. Ab da war nicht mehr als 30 km/h möglich und das über 100km bis zum Stake out. Später erklärte mein Bruder mit seinem ihm eigenen Humor, dass die besten Rallyeweltmeister aus Skandinavien kommen, da die Hausfrauen dort schon morgens zum Bäcker triften. Es häuften sich zunehmend Unfälle und selbst die Schwedische Feuerwehr musste es am Berg aufgeben, da es ihr wohl zu glatt wurde. Aber unser 11 jähriger Benz mit seinen 75 PS bei 3,5t, den Wohnwagen sollte man auch erwähnen, hat uns doch noch gut nach Västerbottens Län gebracht.
Am Tag vor den Wettkämpfen habe ich noch die Einkaufsmetropole unsicher gemacht und die Kirche in Skellefteå besichtigt. Die verschneiten kleinen Straßen mit den typischen roten Holzhäusern eigneten sich dagegen eher für Spaziergänge. Ich habe noch schnell im Supermarkt eingekauft, um danach rechtzeitig bei der offiziellen Eröffnung dabei zu Sein.



Wie bei manch anderen Musherfamilien haben wir zu wenig aktive Schlittenhunde, die zum Rennen eingesetzt werden können. Freundlicherweise durften wir uns Hunde ausborgen, allerdings waren diese auf Mitteldistanz trainiert. (Hier nochmals besten Dank an die Besitzer!) So mischten wir die Teams, damit wir beide an den Start gehen konnten. Die Zeiten waren dadurch nicht die schnellsten. Hinzu kam mein ängstlicher Leithund, der vor den mit Warnwesten bekleideten Tierärzten vor dem Ziel scheute. Da aber das Startfeld bei den Junioren mal wieder leider nicht sehr ausgedehnt war, habe ich immerhin den dritten Platz belegt.
Nicht vergessen werden sollte der Musherabend im Scandic Hotel mit einem grandiosen Büffet.
Auf dem Heimweg hatten wir schönsten Sonnenschein, aber wir waren alle leider ein wenig müde, da wir die Nacht durchgefahren sind, um Dienstag früh die Fähre zu schaffen. Dennoch machten wir noch einen schönen Abstecher nach Grånna am Vättern.
Abschließend kann ich sagen, dass die EM durch die lange Fahrt ein sehr anstrengender, schöner Kurzurlaub war..
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Mit freundlicher Genehmigung von Ruben Salomon und Agnes Fröschel (Referat Jugend des DSSV)
Über den Autor:
Ruben Benjamin Salomon ist 16 Jahre alt und besucht das Internat des Evangelischen Gymnasiums in Potsdamm-Hermannswerder.
Er kam durch seine Mutter und seinen Bruder zum Sport und ist bereits seit einem Alter von 7 Jahren aktiv, wo er schon bei Kinderrennen angetreten ist.
Durch die begrenzte Hundeanzahl in der Familie ist er gezwungen sich die Hunde zu Teilen. Begonnen in der 4-Hunde Klasse ist es sein Ziel ein eigenes 6er Team zu Fahren.

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