NOME - 12.03.08
Der unglaubliche Lance Mackey hat es wieder geschafft.
Mit 11 Hunden überquerte er die Ziellinie am 12. März um 2 Uhr 46 als Sieger.
Hiermit knüpfte er an das Jahr 2007 an, wo er ebenfalls das Iditarot gewann.
Und dies ist nicht alles - Er gewann zuvor das Yukon Quest und knüpfte damit an seinen Erfolg von 2007 an, wo er ebenfalls alle beiden Rennen als Sieger finalisierte.
Wenn 2007 ein Jahr war, wo das Rennen mühelos, die Hunde unermüdlich und schnell erschienen, dann war 2008 eher frustrierend.
Er kämpfte. Seine Hände und Füße schmerzen schrecklich. Das Team war müde und lustlos, einige waren krank. Er konnte nicht auf seinen Leithund Hobo zurückgreifen, der erkrankt war - also eigentlich eher schlechte Voraussetzungen. Erschwerend kam hinzu, das sein andere Leithund, Larry, ab Skwentna zu hinken begann, was die Situation noch verschlechterte.
Es war ein Jahr, in dem Mackey mehr über Motivation und Krankengymnastik elernen musste als er es sich jemals erwünscht hätte. Aber trotz aller Schwierigkeiten setzte Mackey's Team noch durchweg schnell den den Trail entlang. Die Leistung seines Teams, wäre die Beste gewesen, die er jemals erreicht hätte, sagte er heute in White Mountains.
Sein Vater, Dick Mackey, der 1978 das Iditarod gewann, verfolgte das Rennen per GPS-Tracking am Computer. Er war diesesmal nicht in der Lage, mit seinem Sohn die Reise gen Norden mitzumachen.
Mackeys Karriere began nicht einfach. Er verbrachte sechs Jahre damit seinen Kennel aus dem Nichts aufzubauen. Er war an Krebs erkrankt und man kann es heute kaum glauben, das er damals körperlich und geistig, durch die Krankheit bedingt, ganz unten war.
Das diesjährige Iditarod begann mit relativ warmen Temperaturen und der Trail wurde aufgrund steigender Temperaturen immer weicher und langsamer. Manchmal konnten die Teams Regentropfen spüren, jedoch kam die Feuchtigkeit meist in Form von dicken, nassen Schneeflocken herab.
Während des Rennens zeichnete sich ein Katz und Maus Spiel zwischen Mackey und Jeff King ab. King schaffte es stets die Führung zu Halten. Die Wende kam in Elim. Mackeys Team riss sich zusammen und arbeitete wieder. Daher beschloss in Elim die Wartezeit zu verkürzen und startete vor King, der nach der Fütterung seiner Hunde sich zum Schlafen legte um sich von den Strapazen auszuruhen. Als er nach 30 Minuten aufwachte befand sich Mackey bereits wieder auf dem Trail. Von hier an gelang es ihm nun King bis nach Nome in Schach zu halten und den Vorsprung auszubauen.
Seine weiteres Ziel ist nun die Teilnahme am All Alaska Sweepstakes. Bis dahin soll auch sein Leithund Hobo wieder voll einsatzfähig sein.
Wenn jemand alle 3 grossen Distanz Rennen in einem Jahr in der Lage zu Gewinnen ist, so ist es Lance Mackey.